Ein Laptop-Rucksack, der von einem Außendienstmitarbeiter fünf Tage pro Woche genutzt wird, erfährt innerhalb desselben Zeitraums drei- bis fünfmal so viel Abnutzung wie eine Tasche für den Büro-Kommuter. Der Außendiensteinsatz umfasst: mehrfaches Ein- und Ausladen aus Fahrzeugen täglich, Exposition gegenüber wechselnden Wetterbedingungen, Kontakt mit harten Oberflächen (Fahrzeugböden, Lagerböden, Empfangsbereiche von Kunden) sowie das Tragen schwererer Lasten – Verkaufsunterlagen, Muster und Geschäftsausrüstung zusätzlich zum Laptop.
Spezifikationen, die für den Kommuter-Markt ausreichend sind, reichen häufig nicht aus für den Außendienstverkauf. Käufer, die Kommuter-taugliche Taschen für Außendienstteams beschaffen, müssen mit vorzeitigem Versagen und unzufriedenen Nutzern rechnen.
Für den Einsatz vor Ort muss die äußere Hülle mindestens aus 600D-Nylon bestehen – nicht aus 600D-Polyester und auch nicht aus Materialien mit geringerer Denier-Zahl, unabhängig vom verwendeten Grundstoff. Die höhere Abriebfestigkeit von Nylon im Vergleich zu Polyester bei gleicher Denier-Zahl ist entscheidend, wenn die Tasche regelmäßig auf Betonböden, Fahrzeugböden und unbearbeiteten Flächen abgestellt wird.
In Umgebungen mit erheblichem Abriebrisiko (z. B. Kundenbesuche in Fertigungsstätten, Verkaufsbesuche auf Baustellen) ist mindestens 1000D-Ballistic-Nylon für die Bodenplatte vorgeschrieben – also jene Fläche, die am häufigsten mit harten, abrasiven Oberflächen in Kontakt kommt.
Die Bodenplatte muss eine gesonderte Materialangabe gegenüber dem Hauptkörper aufweisen: entweder Ballistic-Nylon oder eine TPU-(Thermoplastisches-Polyurethan-)Bodenplatte. TPU bietet eine halbstarre, wasserdichte Basis, die widerstandsfähig gegen Abrieb ist und der Tasche ein stabiles Stehen auf jeder Oberfläche ermöglicht.
Verkaufstaschen für Außendienstmitarbeiter werden täglich 10 bis 20 Mal geöffnet und geschlossen. Bei 250 Arbeitstagen pro Jahr entspricht das jährlich 2.500 bis 5.000 Reißverschlusszyklen am Hauptfach.
Geben Sie für das Hauptfach einen YKK #10-Reißverschluss für den Außendienst an – die größere Zugkraft gewährleistet eine höhere Zyklusbeständigkeit als die bei Standardtaschen verwendeten #5- oder #8-Reißverschlüsse. Geben Sie automatisch verriegelnde Schieber an, um ein versehentliches Öffnen während des Transportes im Fahrzeug zu verhindern.
Beschlägmaterial: Zinklegierung oder Acetal statt ABS-Kunststoff für Schnallen und Schieber. Einsatzbedingungen im Außendienst setzen Beschläge extremen Temperaturen aus (Fahrzeuginnenräume im Sommer und Winter), denen ABS-Kunststoff nur unzureichend standhält.
Verkaufstaschen für Außendienstmitarbeiter werden unter Witterungsbedingungen eingesetzt, die Büro-Pendler meiden. Der Regenschutz muss daher besonders robust sein: Mindestens 1.500 mm Wassersäule für das Außenmaterial, verschweißte Nähte im Laptopfach sowie eine Regenhaube oder ein sturmsicherer Reißverschluss am Hauptfach.
Eine spezielle Regenhülle (eine separate Hülle, die über die gesamte Tasche gezogen wird), bietet bei Bedarf vollständigen Wetterschutz. Diese Lösung bietet zuverlässigeren Schutz vor Wasser als die alleinige Verlässigkeit auf die natürliche Wasserabweisung der Tasche und ist zudem abnehmbar, sodass kein zusätzliches permanentes Gewicht entsteht.
Grundmaterial: Die Unterseite der Tasche muss wasserdicht sein, unabhängig vom allgemeinen Grad an Wasserabweisung. Eine TPU-Unterseitenplatte schützt den Inhalt der Tasche vor Oberflächenwasser, wenn die Tasche im Freien abgestellt wird.
Außendienstmitarbeiter transportieren Materialien, die Büroangestellte nicht benötigen: Produktliteratur, Muster, Angebotshandbücher und Kundengeschenke neben ihrer üblichen Geschäftsausstattung. Das Organisationssystem muss dies berücksichtigen.
Angeben: Fronttasche mit Organizerfach, Kreditkarten-Slots und Dokumenten-Trennwänden; sekundäres Fach für Verkaufsunterlagen (so dimensioniert, dass A4-Dokumente flach und ungefaltet Platz finden); externe Seitentasche, die zugänglich ist, ohne die Tasche abzunehmen (für häufig benötigte Gegenstände); sowie ein dediziertes Fach für ein Tablet oder ein Portfolio zusätzlich zum Laptopfach.
Ein externer Schlüsselclip und eine leicht zugängliche Handytasche reduzieren das Suchen und Herumhantieren – besonders störend, wenn Vertriebsmitarbeiter von einem Meeting zum nächsten eilen.
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